Schaut bitte mal auf die Seite „Meine Pilgerreise“. Da habe ich den ersten und den zweiten Tag gepostet. In Zukunft kommen alle Beiträge auf der „Aktuelles“ Seite.
Die sieben Schlüsselworte der Olavsspiritualität
oder:
Männlicher Spiritualität auf der Spur

Kraftfülle
Entschlossenheit
Lebensmut
Dienst
Hellhörigkeit
Versöhnung
Heiligung
Damit werde ich mich in den nächsten Tagen und Wochen beschäftigen und schreiben. Die Impulse wechseln sich mit den persönlichen Weggeschichten ab.
Hör auf dieses feine, unaufhörliche Geräusch.
Es ist die Stille.
Aufbruch in Lillehammer
Anders als gedacht hat mich NETTBUSS diesmal nicht mitgenommen, denn Hunde sind im Bus in Norwegen nicht erlaubt. Also Fahrkarte storniert und zum Bahnhof. Denn durch das Pilgercenter habe ich erfahren, dass man Hunde im Zug doch mitnehmen kann (die Information der Deutschen Bahn für Norwegen und Hunde sind falsch). Jetzt bin ich statt 12:20 Uhr um 12:38 Uhr in Lillehammer. NettBus heißt also nur so, ist aber nicht nett. Auch ein Anruf des Fahrers bei der Zentrale konnte keine Ausnahme bewirken.

Dieses Zeichen wird mich jetzt die nächsten 22 Tage begleiten.
Vor mir liegen 420 km und die Höhenprofile der einzelnen Tage sagen mir, dass meine Kondition noch besser sein wird als jetzt. Ich bin froh statt des Pilgerstocks meine Walkingstöcke mitgenommen zu haben. Es ist jetzt 12:50 Uhr und ich schaue mal, wieviel Kilometer heute noch möglich sind.

Roger gibt mir den Pilgersegen im Oslo Pilgercenter und die wichtige Information, dass ich in Zügen in Norwegen doch mit dem Hund fahren kann.
Oslo – wo der Weg eigentlich anfängt
Ich bin in Oslo angekommen. Hier in Oslo habe ich mir meinen Pilgerpass besorgt, einen weiteren Pilgersegen bekommen und den ersten Stempel. Jetzt bin ich erst einmal froh, dass ich soweit bin und ohne größere Schwierigkeiten die Anreise gemeistert habe. Morgen früh geht es mit dem Bus nach Lillehammer.
Der Campingplatz ist super, er liegt über der Stadt mit weitem Blick. Freundliche Schweizer aus Olten haben mein Handy aufgeladen und mir einen Kaffee spendiert und die Holländer von nebenan haben mich mit Wein und Brot versorgt – was für ein Zeichen!
NettBus – Start in Göteborg

Traudel, meine Gastgeberin aus der deutschen Gemeinde in Göteborg, bringt mich zum Busterminal.
Danke an Maike Gamer, der deutschen Auslandpastorin, die mir diese wunderbare Frau und die Unterkunft vermittelt hat. Wir teilten die Liebe zum Garten – er hat Ähnlichkeit mit meinem zuhause, unsere Liebe für Schweden und die Faszination für Norwegen. „Norwegen ist atemberaubend, Schweden ist atemgebend.“ – so ihr Kommentar.


Gastfreundschaft im umfassendsten Sinne habe ich erlebt. Danke.
Ich werde wiederkommen – nicht nur auf der Rückfahrt!
Und als Segen lasse ich zurück:
3 Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.
4 Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.
5 Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
6 Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.
7 Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
8 Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
9 Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.
10 Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.
aus Matthäus 5 – Bibellese des heutigen Tages
Die Hinreise
Jetzt bin ich gerade in Buchholz gelandet. Hier werde ich übernachten, um dann morgen mit der S-Bahn nach Hamburg zu fahren um dort in den Zug nach Göteborg einzusteigen. Die erste Überraschung hatte ich, als ich gestern mit Herbergen in Oslo telefonierte und die Nachricht bekam, dass ich in keiner der drei Herbergen mit Hund übernachten kann. So bin ich also in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch auf einem Campingplatz in Oslo. Bin gespannt wie das weitergeht bei den anderen Pilgerherbergen.

Anstoß
„Der gegenwärtige Augenblick ist das Fenster,
durch das Gott in das Haus meines Lebens schaut.“
Meister Eckhart
Der Countdown läuft, heute habe ich die Rückreise gebucht und Henrik hat mir dabei geholfen. Denn es ist gar nicht so einfach, in Norwegen mit dem Hund zu reisen. Deswegen geht es von Trondheim nach Aare in Schweden und von dort mit dem Liegewagen über Nacht nach Göteborg zurück.
Davor ist noch einiges zu tun:
1. die Gräben in meinem Garten wieder zu schieben.


2. Die Angebote des spirituellen Kalenders für das zweite Halbjahr auf der Homepage http://www.evangelische-spiritualitaet.de einpflegen.
3. Die Abschiedsgartenparty mit Nachbarn und Freunden am Sonnabend den 13. Juli organisieren.
Gott, was meinst du, hab ich mir zu viel vorgenommen?
Noch 14 Tage
Jetzt sind es nur noch 14 Tage bis es losgeht. Die äußeren Vorbereitungen sind alle gemacht: Material sondiert und bei Bedarf neu angeschafft, Packlisten mit drei Kategorien erstellt: Nötig, wünschenswert, Luxus. Alles ist abgewogen, mehr als 16 Kilogramm sollen es nicht werden. Die Probe- und Testwanderungen mit allem Material haben gezeigt, was nötig oder überflüssig ist. Die Fahrkarte ist gekauft: Von Hamburg bis Göteborg mit dem Zug, dann weiter nach Oslo mit dem Bus. Reisen mit Hund ist gar nicht so einfach, denn Hunde sind in Norwegen im Zug nicht zugelassen.
Diese Information der DB stellte sich leider als falsch heraus. Zug geht. Manche Busse nicht z. B. Nettbus. Von Göteborg bis Oslo ja, in Norwegen nein. Fahrkarte umsonst gekauft. Aber der Zug bringt mich eine Stunde später nach Lillehammer.
Die Losung vom vergangenen Donnerstag hat mich überrascht und mir Mut gemacht:
Von nun an lasse ich Dich Neues hören
und Verborgenes, dass Du nicht wußtest.
(aus Jesaja 48,6)
Es sind die überraschenden Begegnungen, die mein Leben bereichern.
Wie es zu dieser Seite kam
Das Auf-hören scheint mich nicht loszulassen. Als ich mich mit meinem Übergang vom Arbeitsleben in die „große Freiheit“ beschäftigte, kam mir in den Sinn, dass ich meinen Abschied aus dem Arbeitsleben mit Thema „Auf-hören“ feiern wollte.
Dass ich zwei Jahre danach mich schon wieder mit dem Thema auseinandersetzen muß, war nicht zu ahnen. Aber wieder hat etwas aufgehört: Nach 47 Jahren Ehe mußte ich Barbara gehen lassen. Und ich habe mich entschlossen auch zu gehen: Den Olafsweg von Oslo nach Trondheim. Davon will ich berichten. Wenn Du mich begleiten willst abonniere mich rechts in der Seitenleiste.
Der Begriff des „Aufhörens“ sagt ja etwas sprachlich Entwaffnendes aus. Alles wahre Hören verlangt ein Auf-Hören. Es bedeutet: Unterbrich dich. Unterbrich, was du tust und denkst. Ohne bewußt eingeübte Formen der Selbstunterbrechung, die man – was den inneren Menschen anbelangt – getrost auch „Stille“ nennen kann, werden wir nicht zu einem inspirierten Hören kommen.
Marin Schleske
in “ Herztöne – Lauschen auf den Klang des Lebens“, Adeo-Verlag 2016

11. Juni 2019
Jetzt ist es fast einen Monat her, dass Barbara nachhause gegangen ist. Gestern bin ich von der Kulturellen Landpartie im Wendland zurück gekommen. Abschluß war eine dreistündige Kanufahrt auf der Elbe mit meinem neuen Einer-Wanderkanadier auf der Elbe. Greta verhielt sich so, als ob sie das schon immer gemacht hat.
