Hellhörigkeit – oder: Achtsamkeit

Geh Du vor…“, sagte die Seele zum Körper, „auf mich hört er nicht, vielleicht hört er auf Dich.“

„Ich werde krank werden, dann wird er Zeit für Dich haben“, sagte der Körper zur Seele.

Ulrich Schaffer

In unserer Arbeit im Bereich der Schöpfungsspiritualität haben wir entdeckt, dass Gott auf sehr verschiedene Weise redet. Nicht nur durch sein Wort, die Bibel, nicht nur durch andere Menschen, Träume, Eingebungen und erleuchtende Gedanken, sondern auch durch die Natur. So kann ich plötzlich Antworten auf meine Lebensfragen finden, indem ein Baum mit mir spricht, Tierbegegnungen mir etwas spiegeln oder das Wetter mir einen Hinweis gibt, was für mich wichtig und dran sein könnte. Das Wichtigste dabei ist, dass ich mir meiner inneren Fragen bewusst werde und sie zulasse.

Das klingt erst einmal sehr ungewöhnlich, und wenn ich Männern gesagt habe, sie sollen sich für 3 Stunden mit einer Isomatte in die Natur setzen und nichts tun, nur hören, war das immer eine besondere Herausforderung. Das Ergebnis allerdings war für sie selbst und andere oft mehr als erstaunlich.

Um mehr darüber zu erfahren schau Dir mal das Video von meinem Freund Joerg an. Hier wird Dir anschaulich erklärt, was der Zauber Deines Sitzplatzes für Dich sein kann.

Sich Gott entgegen strecken, um seiner Stimme zu lauschen.

Hellhörigkeit meint Achtsamkeit: lauschen, hinhören auf sein Inneres und das Äußere. In der Hellhörigkeit lässt man in sich die Weisheit der Gegenwart Gottes entfalten. Der Mensch wird fähig, Gottes wegweisender Kraft zu folgen, so dass der eigentliche Sinn des Lebens ständig klarer hervortritt. Es geht nicht nur ums Lauschen, sondern auch darum, seinen eigenen Idealen treu zu bleiben.

Madonna in Sygard Grytting Kapelle

Der heilige Olav ließ seine Autorität und Leitungsstärke ruhen in der Hellhörigkeit auf Gott. Was könnte Gott jetzt von mir wollen? Hier hatten seine Handlungskraft und sein strategischer Sinn ihre Quelle. Es wird erzählt, dass er sich vor einer entscheidenden Schlacht ins Gebet vertiefte. Kurz vor seinem Tod, als er auf Reise durch Norwegen war, hatte Olav einen Traum. Alle Berge des Landes, das ganze Meer und alles Land zeigten sich ihm. Der Horizont schimmerte und Landschaften der ganzen Welt entfalteten sich vor seinen Augen.

So können Träume uns Botschaften überliefern oder uns helfen, die Dinge zu verstehen. Bilder, Visionen und Beobachtung in der Natur können uns zeigen, wo der Weg lang geht.

Literaturhinweis:

Daniela Heisig,

Sinn finden in der Natur.

Heilsame Rituale für Lebensübergänge.

© Patmos Verlag der Schwabenverlag AG, Ostfildern 2013.

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