Reste

Die tapferen Sechs noch einmal zusammen und Michael

Psalm 126

5 Wer mit Tränen sät, wird mit Freuden ernten. 6 Weinend gehen sie hin und streuen die Saat aus, jubelnd kommen sie heim und tragen ihre Garben.

Besser als mit diesen beiden Versen aus dem Psalmen könnte ich gar nicht ausdrücken, wie es mir heute geht.

Ganz da sein. Im Hier und Jetzt leben. Der Gegenwart Gottes bewusst sein: Es ist nicht leicht und möglich, das zu beschreiben, was ich im Augenblick empfinde. Ich will diesen Schatz hüten und behüten, ihn teilen und wachsen lassen.

Ein Tipp für Dich: Mein Freund und Seelenbruder Joerg hat gerade ein neues YouTube Video veröffentlicht über „Ganz da“ sein. Ein Buchbesprechung von Richard Rohr, unserem geistlichen Lehrer. Vielleicht hilft es ja auch Dir auf deinem inneren Weg weiter voran zu kommen.

Bevor ich heute Nachmittag in den Zug steige, werde ich mir noch die Ausstellung von Håkon Gullvåg ansehen.

Ein Morgengebet

Der Tag glänzt auf den Gräsern

Wir sind erwacht. Der Schlaf ist noch in unseren Augen, aber auf unseren Lippen soll dein Lob sein. Wir loben und preisen dich. Wir, das sind die Erde, das Wasser und der Himmel. Das sind die Gräser und Sträucher und Bäume. Das sind die Vögel und all das andere Getier. Das sind die Menschen hier auf der Erde. Alles, was du erschaffen hast, freut sich an deiner Sonne und an deiner Gnade und wärmt sich daran auf. Der Tag glänzt auf den Gräsern. Der Nebel hängt noch in den Bäumen und ein milder Wind verheißt einen guten Tag. Dürfen wir uns nicht an allem freuen, was du geschaffen hast? Wir dürfen es. Darum sind wir so fröhlich in dieser Morgenstunde, o Herr. Mach, dass die Stunden und Minuten nicht in unseren Händen zerrinnen, sondern dass wir in deiner Zeit leben.

Amen

Für die, die Lust bekommen haben:

Die 10 Geh-Bote des Pilgerns

1. Geh

Es gibt fürs Pilgern kein besseres Fortbewegungsmittel als das Gehen. Nur Gehen! Darum geht es.

2. Geh langsam

Setz dich nicht unter unnötigen sportlichen Leistungs­druck. Du kommst doch immer nur bei dir selber an.

3. Geh leicht

Reduziere dein Gepäck auf das Nötigste. Es ist ein gutes Gefühl, mit wenig auszukommen.

4. Geh einfach

Einfachheit begünstigt spirituelle Erfahrungen, ja, sie ist sogar die Voraussetzung dafür.

5. Geh alleine

Du kannst besser in dich gehen und offener auf andere zugehen.

6. Geh lange

Auf die Schnelle wirst du nichts kapieren. Du musst tage-, wochenlang unterwegs sein, bis du dem Pilgerweg allmäh­lich auf die Spur kommst.

7. Geh achtsam

Wenn du bewusst gehst, lernst du den Weg so anzunehmen, wie er ist. Dies zu begreifen, ist ein wichtiger Lernprozess und braucht seine Zeit.

8. Geh dankbar

Alles – auch das Mühsame – hat seinen tiefen Sinn. Vielleicht erkennst du diesen erst später.

9. Geh weiter

Auch wenn Krisen dich an deinem wunden Punkt treffen, geh weiter. Vertraue darauf: Es geht, wenn man geht.

10. Geh mit Gott

Es pilgert sich leichter, wenn du im Namen Gottes gehst. Wenn Gott für dich in weite Ferne gerückt ist, könnten dir die Geh-Bote 1 bis 9 helfen, das Göttliche in dir wieder zu entdecken.